Psychiatrie im Zentrum für Altersmedizin


 

 

 

 

 

 

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Titel:  DVD 118       „Psychiatrie im Zentrum für Altersmedizin“

Der Film zeigt in seiner Eingangssequenz eine typische Szene: eine ältere Mitbürgerin – nennen wir sie Anni – sucht im Wohnzimmerschrank und in der Vitrine nach ihrer offenbar verlegten Geldbörse und kann sich trotz größter Anstrengung nicht mehr erinnern, wo sie diese denn hingelegt hat. Ihr Mann – ihn nennen wir Hans - klärt im Dialog mit seiner Anni den Zuschauer auf, dass diese Vergesslichkeit in letzter Zeit erschreckend zugenommen hat und ein Besuch in der Gedächtnissprechstunde des Klinikums Nürnberg Nord nun nicht mehr länger hinausgeschoben werden sollte.
In der Gedächtnissprechstunde wird Anni von einem Arzt untersucht, von einer Psychologin getestet und Hans in einem Anamnesegespräch über den Verlauf der Vergesslichkeit, über Annis Verhalten und Gemütszustand befragt.
Nach einer Woche können sich Anni und Hans das Ergebnis der Tests und Untersuchungen abholen.
Entwarnung: die von Anni vor einer Woche im Gespräch mit dem Arzt geschilderte plötzliche Orientierungslosigkeit ist nicht auf eine beginnende Demenzerkrankung zurückzuführen. Allerdings hätten die Tests ergeben, dass Annis Gedächtnis für Wörter nachgelassen habe. Zur Verbesserung dieses Wörterverlustes empfehlen ihr die Ärzte die Teilnahme am „Kognitiven Training“, das im Klinikum als Therapie angeboten wird.

Aber ihr werden noch weitere Hilfen angeboten: die Informationsreihe im Zentrum für Altersmedizin für Demenzbetroffene und Angehörige sowie die Stelle der Angehörigenberatung e. V. in der Adam-Klein-Straße. In einem Nebenhandlungsstrang besucht der Zuschauer letztgenannte Einrichtung und hört der Erzählung einer betroffenen Angehörige, nennen wir sie Renate, zu, die ihre demenzkranke Tante rund um die Uhr pflegt. Er hört einiges über ihre Sorgen, über ihre psychische und physische Belastungen und öfter auftauchenden Mutlosigkeit. Aber er erfährt auch, wie ihr die Gruppe der Angehörigen immer wieder neuen Mut gibt und wie sie die Beratungsstelle bis hin zu Rechtsfragen unterstützt.
Der Patientin Anni wird weiterhin eine halbjährliche Nachuntersuchung angeboten, um rechtzeitig eventuell weitere Maßnahmen ergreifen zu können. Dann geben bei schwieriger gelagerten Fällen oder unklarer Befunde die Ärzte des Klinikums Einblick in die Möglichkeiten der weiterführenden Diagnostik. Dr. Reinhold Waimer von der Psychiatrie zeigt die unterschiedlichsten Diagnosemöglichkeiten auf und nimmt den Zuschauer mit zur Kernspintomographie, zu einer Carotis Doppler Untersuchung und zum EEG. Die untersuchenden Ärzte erläutern in einer auch für uns Laien verständlichen Sprache Untersuchungsmethoden und Befunde.
Der Film lässt den Zuschauer hautnah teilnehmen an einer Liquoruntersuchung und zeigt ihm die umfangreichen Laboruntersuchungen mit dem Blutplasma der Patienten.
Die drei Klinikvorstände Prof. Cornel Sieber für die Geriatrie, Prof. Frank Erbguth für Neurologie und Dr. Dr. Günter Niklewski für die Psychiatrie erklären dem Zuschauer die unterschiedlichen Arten von Demenzerkrankungen und deren Verlauf. Sie beginnen meist mit sogenannten kognitiven Störungen und leichten Depressionen. Dann stellen sich Störungen der Merkfähigkeit, des Gedächtnisses und schließlich der Orientierung ein. Später kommt eine Störung des abstrakten und logischen Denkens hinzu. Die Klinikvorstände weisen auf die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit von Geriatriker, Neurologen, Psychiater, Psychologen, Physiologen und Vaskologen in einem Zentrum für Altersmedizin hin.
Aber
Dr. Waimer zeigt auch mögliche Therapien auf, wie die Sitztanzgruppe, bevor OB Dr. Ulrich Maly zur politischen Herausforderung einer immer älter werdenden Gesellschaft, die alleine in Nürnberg schon 7.000 Demenzkranke zählt, Stellung nimmt. Dr. Maly bündelt die politischen Forderungen und die konkret zu ergreifenden Maßnahmen:
1. Verbesserung der Diagnosemöglichkeiten und lückenlose Versorgungsketten 2. mehr Beratung für Angehörige 3. Anpassung der Pflegeplätze auch auf das Krankheitsbild Demenz 4. bessere Berücksichtigung von Demenzkranken in der Pflegeversicherung 5. Verbesserung von Tagespflegeplätzen   Ein Projekt des Filmteams Wilfried Jäger, seinerzeit noch unter dem Logo des VCN 50plus
 

Kamera:

Manfred Diem, Norbert Benke, Hans Wagner und Wilfried Jäger

Konzept und Drehbuch:

Johanna Myllymäki-Neuhoff und Wilfried Jäger

Regie und Schnitt:

Wilfried Jäger

Copyright:

 

Produktionsjahr:

2007

Format:

4:3

Filmlänge:

70 Minuten

Datenträger:

DVD-R

  

 

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