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                Ausgabe 03.08.2012

Dürers Ehefrau ist ziemlich sauer

Videoprojekt: "Der heimliche Dürer" 

Nürnberg - Mögen alle noch so begeistert sein von der Ausstellung „Der frühe Dürer“ im Germanischen Nationalmuseum (GNM), Dürers Ehefrau Agnes ist es nicht. So jedenfalls will es das Drehbuch für das neue Videoprojekt des Filmteams Wilfried Jäger mit dem Arbeitstitel "Der heimliche Dürer". Die Dreharbeiten dafür laufen gerade im GNM und im Albrecht-Dürer-Haus.

 





 

Das Filmteam katapultiert Dürers Frau in die Gegenwart: Unter dem Arbeitstitel „Der heimliche Dürer“ laufen Dreharbeiten im GNM und im Albrecht-Dürer-Haus.











 

Der „Frau Agnes“ im Film, gespielt von Gisela Brandstätter, missfällt es gründlich, dass sie in der spektakulären Ausstellung nicht auch nur ein einziges Mal erwähnt wird. „Dabei hätte ich so viel zu erzählen über all die berühmten Zeitgenossen meines Mannes, wie beispielsweise Willibald Pirckheimer – ein echter Schlawiner.“ Die Schaffensperiode „Der frühe Dürer“ aber war vor Agnes’ Zeit.

Film katapultiert Agnes ins Hier und Jetzt

Der Film katapultiert die Frau des berühmten Malers aus dem 15. Jahrhundert ins Hier und Jetzt. Und da findet sie in zwei Jugendlichen, Roberta aus Venedig und Simon aus Nürnberg, interessierte Zuhörer, wenn sie aus dem Nähkästchen plaudert und saftig beschreibt, wie es damals zuging im Hause Dürer und in der Stadt. Bereits im letzten Jahr hat Jäger die beiden Figuren Simon und Agnes in dem Videofilm „Von Albrecht Dürer zu Otto Dix“ zusammengespannt. Und daran knüpft die neue Spielhandlung an.

Der Junge hatte seiner italienischen Freundin von der geplanten großen Dürerausstellung in seiner Heimatstadt erzählt. Roberta reist kurzentschlossen an – eine Woche zu früh, wie die beiden während des Besuches bei Agnes Dürer entsetzt feststellen. Doch Frau Agnes findet Mittel und Wege, um vorzeitig in die
Ausstellung zu gelangen. Die drei schleichen mit Taschenlampen bewaffnet nächtens durch die Kartäuserpforte von hinten in das Museum.
Die Aufnahmen dazu mussten, anders als geplant, im kunstpädagogischen Zentrum (KPZ) gemacht werden, weil in der Ausstellung selbst ganz einfach die Hölle los war. Auch im Albrecht-Dürer-Haus wimmelte es nur so vor Besuchern. Und trotzdem schaffte es Gisela Brandstätter, Raum zu schaffen für das Filmteam Jäger. Im Dürersaal beispielsweise konnten in aller Ruhe Szenen gefilmt werden, die aussehen, als wären sie im GNM entstanden.

Hoppla, da wird ja gerade gedreht

Für die Begrüßungsszene mit Agnes, Simon und Roberta hat Gerlinde Brandt ihre Kamera auf der Straßenseite gegenüber dem Albrecht-DürerHaus aufgebaut; rechts neben der Eingangstür steht Hans Wagners Kamera und in der Mitte die von Wilfried Jäger. Der Geruch von Bratwürsten liegt in der Luft. Simon muss noch schnell seinen Bonbon im Mund loswerden. Kamera eins läuft. Regisseur Jäger zupft die beiden jungen Darsteller noch kurz in die richtige Position und auf geht’s. Simon zieht an der Klingelschnur und pocht gegen die Tür. Ein paar Passanten stoppen abrupt. Hoppla, da wird ja gerade gedreht. Brandt rollt mit den Augen: Gerade noch mal gut gegangen. Doch die Willkommensszene will und will einfach nicht gelingen. Ist aber auch zu peinlich für einen 14-Jährigen, sich von einer fremden Frau herzen lassen zu müssen. Im dritten Anlauf aber klappt es dann doch.

In eineinhalb Wochen will Jäger den Film im Kasten haben. Bis dahin gibt es für das Team noch viel zu tun.

Uschi Assfalg


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